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Erdaushub und mineralische Abfälle
(belasteter Erdaushub und Bauschutt)

Grundsätzlich gilt: Verwertung vor Beseitigung !

Wollen Sie Erdaushub entsorgen, wenden Sie sich zuerst an Ihre Gemeindeverwaltung. Diese nennt Ihnen die für Sie zuständige Erddeponie sowie die dafür anfallenden Kosten.

"Unbelasteter Erdaushub" wird er korrekt bezeichnet. Humus, Erde, Dreck umgangssprachlich! Er fällt an bei Gartenarbeiten oder beim Aushub für Bauarbeiten. Steht unbelastetetes Erdmaterial zur Entsorgung an, sind die ersten Ansprechstellen die örtlichen Gemeinden. Der Betrieb von Erdaushubdeponien wurde schon vor Jahren vom Landkreis auf die Gemeinden übertragen. Dies bedeutet, dass die Gemeindeverwaltungen in eigener Regie Erddeponien betreiben oder in Kooperation mit Nachbargemeinden die Annahme von Erdaushub für ihre Bürger anbieten. Die einzige Ausnahme ist die Gemeinde Aldingen mit Aixheim.

Unbelasteter Erdaushub

Die Bürger des Landkreises können sich für die Entsorgung des Erdaushubs an ihre Gemeindeverwaltung wenden oder finden in dieser Übersicht über die Erddeponien die entsprechenden Ansprechpartner. Für die Richtigkeit der Angaben übernimmt der Landkreis keine Verantwortung.

Ausnahme für Aldingen und Aixheim:
Bürger aus Aldingen/Aixheim dürfen ihren Erdaushub auf der Deponie Aldingen entsorgen.
Durch die Gemeinde Aldingen ist vor der Anlieferung mit der "Vereinfachten Erklärung" zu bestätigen, dass der Erdaushub unbelastet und nicht verunreinigt ist.

Bauschutt und belasteter Erdaushub

Mineralischer Bauschutt kann folgende Materialgemische enthalten:
Gemische aus Beton, Ziegel, Fliesen, Keramik, Schotter, Gips, Fräsgut, Steinzeug, Mörtel...

  • Kleinanlieferer bis 2 m³:
    Kleinmengen von mineralischem Bauschutt. Es dürfen geringe Fremdanteile wie Tapetenreste oder organische Bestandteile enthalten sein. Die Annahme erfolgt mit der Anlieferklärung, die Sie auf der entsprechenden Deponie erhalten.

  • Anlieferer über 2 m³:
    Es ist auf jeden Fall immer nach VwV-Boden und nach der Deponieverordnung (DepV) zu erproben. Material, das den Bewertungskriterien VwV-Boden oder Teilmengen davon entspricht, ist in geeigneten technischen Verwertungsmaßnahmen zu verwerten (Z0 - Z2).

    Verwaltungsvorschrift des Umweltministeriums für die Verwertung von als Abfall eingestuftem Bodenmaterial

    Material, das die Z2 Kriterien überschreitet, ist über die Deponien zu entsorgen.

    Folgendes Material (belasteter Erdaushub und Bauschutt) kann im Landkreis Tuttlingen entsprechend den Erprobungsergebnissen wie folgt angenommen werden:

    Material der Deponieklasse I (DK I) Bauschuttdeponie Aldingen
    Material der Deponieklasse II (DK II) Abfallzentrum Talheim

    Die Unterlagen für die Annahme sind nach der Deponieverordnung vollständig an uns zu versenden:
    • Formblatt Grundlegende Charakterisierung mit Unterschrift
    • Formblatt "Mustertabelle zur Bestimmung der Werte zur grundlegenden Charakterisierung eines Abfalls" - WgC-Tabelle - mit Unterschrift
    • Probenahmeprotokoll gemäß LAGA PN98
    • Probenbegleitprotokoll
    • Fach- und Sachkundenachweis des Probenehmers
    • Gutachterliche Stellungnahme
    • Bilder/Lageplan/Haufwerkkennzeichnung im Plan der Beprobung
    • Anliefererklärung mit Kurzschilderung des Grundstücks/Belastungen (Altlastenkataster), Erklärung der Erprobungsergebnisse, Anlieferzeitraum, Rechnungsempfänger


Die zu verwendenden Abfallschlüssel entnehmen Sie bitte den Anliefergebühren. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an unsere Ansprechpartner:

Material DKI, Deponie Aldingen, Fr. Angelika Baum 07461-926 3431, eMail
Material DKII, Abfallzentrum Talheim, H. Jürgen Blocher 07461-926 3430, eMail

Voruntersuchungen können auch in Form von Schürf- oder Bohrerprobungen herangezogen werden. Nehmen Sie hierzu frühzeitig Kontakt mit uns auf.